OB-Kandidat Martin Rivoir

 

  • Wie schätzen Sie generell das Betreuungsangebot in Ulm für 0 bis 6jährige Kinder ein? Wie ist Ulm aus Ihrer Sicht „aufgestellt“? Krippenbetreuung (U3, 0-3jährige) ? KiTa (Ü3, 3-6jährige)?

Es hat sich bewährt, den Anspruch bedarfsorientiert zu erfüllen. Die ursprüngliche Quote von 35 Prozent wäre für mich zu niedrig gewesen. Wir beobachten die Situation zusammen mit den Trägern und den Eltern sehr genau. So kann bei Bedarf nachgesteuert werden.

  • Sehen Sie Handlungsbedarf in Bezug auf das Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

Der Bedarf für ArbeitnehmerInnen mit normalen Arbeitszeiten ist gedeckt. Probleme könnte es in extremen Randzeiten des Tages oder der Woche geben. In diesen Fällen wissen die Arbeitgeber am besten wie sie ihre betroffenen MitarbeiterInnen an sich binden können, manche Firmen und Institutionen bieten eigene Einrichtungen an. Bestes Beispiel ist die neue KiTa des BwK. Passgenaue Angebote kann im U3-Bereich auch eine Tagesmutter bieten.

  • Sehen Sie Handlungsbedarf im Bereich der Qualität?

Das Weiterbildungsangebot für unsere pädagogischen Kräfte ist intensiv und umfassend.

  • Sehen Sie Handlungsbedarf im Bereich der angebotenen unterschiedlichen pädagogischen Konzepte (Trägervielfalt)?

Die Trägervielfalt ist gegeben. Mir liegt auch viel daran, dass es genügend Angebote in den Sozialräumen gibt.

  • Wie stehen Sie zur aktuellen Gebührensatzung? Halten Sie die gegenwärtigen KiTa-Gebühren für angemessen?

Die letzte Korrektur in Bezug auf Geschwisterkinder hat auf das Anliegen der Eltern reagiert, ohne die Struktur komplett zu verändern. Ich möchte mittelfristig die Idee des gebührenfreien Kindergartens umsetzen, dazu braucht die Stadt aber die Hilfe von Bund und Land.

  • Wie schätzen Sie generell das Betreuungsangebot in Ulm für Schulkinder ein? Wie ist Ulm hier „aufgestellt“?

Hier kann das Konzept der Gemeinschaftsschule nochmal eine deutliche Verbesserung bringen. Es geht ja nicht nur darum, die Betreuung in den Randstunden zu sichern, sondern vielmehr um ein integriertes Ganztagsschulkonzept.

Antwort am 17.11.2015