Fehlende KiTa-Plätze

Nach den Plänen der Stadt Ulm werden im kommenden KiTa-Jahr 2017/18 ab September voraussichtlich über 200 Krippen- und KiTa-Plätze fehlen.

Wir haben in einer Presseerklärung auf dieses Problem hingewiesen, und die SWP hat über das Thema berichtet.

 Die linke Grafik zeigt die (rechnerische) Abweichung des Platzangebotes von der (geschätzten) Zahl der 3-6jährigen Kinder. Bis 2015 gab es immer mindestens 100 Plätze mehr. Die rechte Grafik zeigt die relative Entwicklung der Plätze und Ganztagsplätze für 3-6jährige Kinder, bezogen auf die (geschätzte) Kinderzahl 2010. Seit 2015 steigt diese Zahl kontinuierlich an, und leider sinkt seitdem die Platzzahl. Auch der Ausbau der Ganztagsplätze (Ziel 50%) gerät ins Stocken. Grafiken zum Herunterladen.

 

Gestern (22.02.2017) wurde der Steuerungsbericht der Stadt mit der Bedarfsplanung im Jugendhilfeausschuss diskutiert. Fast alle Gemeinderäte haben unsere Sorgen geteilt die Stadt gefragt, wie sie kurzfristig Abhilfe zu schaffen gedenkt. Leider konnte die Stadt keine konkreten Maßnahmen zur Schaffung von den rechnerisch fehlenden Plätzen benennen. Die Sozialbürgermeisterin betonte, dass die Stadt alles versuchen werde, um schnell weitere Plätze zu schaffen. Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass bereits jetzt nicht alle Stellen für Erzieherinnen besetzt seien, und dass auch keine geeigneten freien Gebäude bekannt seien. Herr Scheffold, der Leiter der Planungsabteilung, erklärte, dass es sehr unwahrscheinlich sei, dass die bestehenden KiTa-Gruppen Kinder über dem zulässigen Betreuungsschlüssel aufnehmen dürften. Dazu sei von der Genehmigungsbehörde des Landes (KVJS) jeweils eine Sondergenehmigung erforderlich, die in der Vergangenheit nur in ausgewählten Einzelfällen gewährt worden wäre.

Wir hoffen sehr, dass die Stadt dennoch eine Lösung finden kann und zum kommenden KiTa-Jahr genug Plätze anbieten kann.

23.02.2017, Thomas Kammer